Der Rat hatte sich mit folgenden Angelegenheiten aus dem Bereich der örtlichen Verwaltung zu befassen:
Bauleitplanung; Durchführung der 7. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich des Bebauungsplanes "Im weißen Stück" der Ortsgemeinde Friedewald; hier: Zustimmung gem. § 67 Abs. 2 S. 2 GemO
Der Verbandsgemeinderat hat mit Beschluss vom 12.12.2024 die 7. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich des Bebauungsplanes „Im weißen Stück“ der Ortsgemeinde Friedewald eingeleitet.
Anlass der Flächennutzungsplanänderung ist die Errichtung eines Wohnhauses. Inhalt der Flächennutzungsplanänderung ist neben der Neudarstellung einer „Wohnbaufläche“ in unmittelbarer räumlicher Umgebung eine derzeit als „Wohnbaufläche“ dargestellte Fläche in eine „Fläche für Landwirtschaft“ umzuwandeln.
Nach Durchführung des Verfahrens zur 7. Flächennutzungsplanänderung hat der Verbandsgemeinderat in seiner Sitzung am 25.06.2026 den Feststellungsbeschluss gem. § 67 Abs. 2 S. 2 GemO gefasst und die Verwaltung beauftragt, das Zustimmungsverfahren durchzuführen. Nach § 67 Abs. 2 S. 2 GemO bedarf die Entscheidung des Verbandsgemeinderates der Zustimmung der verbandsangehörigen Städte/Ortsgemeinden.
Ein Übersichtsplan zum Geltungsbereich der Änderung sowie die Planzeichnung sind der Vorlage als Anlagen beigefügt.
Die gesamten Änderungsunterlagen, bestehend aus Übersichtsplan, Planzeichnung, Begründung und Umweltbericht, können bei der Verbandsgemeindeverwaltung Daaden-Herdorf, Fachbereich 3, während der Dienststunden eingesehen werden. Darüber hinaus stehen die Planunterlagen im Internet auf der Homepage der Verbandsgemeinde (www.daaden-herdorf.de – Bürgerservice – Bauen & Umwelt – Flächennutzungsplan – Flächennutzungsplanänderungen im Verfahren) zur Einsichtnahme zur Verfügung.
Der Ortsgemeinderat erteilte der 7. Änderung des Flächennutzungsplanes der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf für den Bereich des Bebauungsplanes „Im weißen Stück“ der Ortsgemeinde Friedewald seine Zustimmung gem. § 67 Abs. 2 S. 2 GemO.
Erweiterung des Urnengrabfeldes durch den Bauhof der Verbandsgemeinde
In der Sitzung des Ortsgemeinderates am 22.06.2026 wurde über die Erweiterung des bestehenden Urnengrabfeldes auf dem Friedhof der Ortsgemeinde Nisterberg beraten.
Für die vorgesehene Maßnahme liegen zwei Angebote vor. Ein dritter angefragter Anbieter hat die Abgabe eines Angebots abgelehnt.
Der Natursteinbetrieb Gelber bietet die Arbeiten einschließlich Montage zu einem Gesamtpreis von 4.641 Euro an.
Das final überarbeitete Angebot des Natursteinwerks Rübsamen beläuft sich nun inkl. aller Arbeiten auf über 7.900 Euro.
Für die Montage durch den Bauhof sind Kosten in Höhe von 2.863 Euro angesetzt. Daraus ergeben sich Gesamtkosten von 4.943 Euro. Somit bietet die Firma Gelber das günstigste Angebot.
Der Ortsgemeinderat beschloss, den Auftrag an den Natursteinbetrieb Gelber zu vergeben.
Dorfbudget 2026
Im Oktober 2025 hat das damalige Ministerium des Inneren und für Sport (MdI) mitgeteilt, dass ein neues Förderprogramm „Dorfbudget“ eingeführt wurde. Damit soll das Engagement und Ehrenamt in kleineren Gemeinden bis zu 1.000 Einwohnern gefördert werden. Pro Jahr erhalten die Ortsgemeinden ohne vorherigen Antrag pauschal 1.500 Euro, die im laufenden Jahr ausgegeben werden müssen. Die Mittel entstammen aus dem Kommunalen Finanzausgleich, es handelt sich um zweckgebundene Zuweisungen gem. § 25 Abs. 1 Nr. 10 LFAG. Für diese Zuweisung muss ein, wenn auch vereinfachter, Verwendungsnachweis geführt werden.
Die Mittel können verwendet werden für die
- Unterstützung ehrenamtlicher Initiativen,
- Unterstützung von örtlichen Vereinen und Gruppierungen,
- Förderung der dörflichen Gemeinschaft,
- Schaffung, Verbesserung oder Verschönerung örtlicher Einrichtungen
Dazu zählen z. B. für die Anschaffung von neuen Spielgeräten auf Kinderspielplätze oder Ruhebänken, die Durchführung von Jugend- oder Seniorenfreizeiten, die Durchführung von Pflanzaktionen oder die Gestaltung von Dorfplätzen oder Vereinsheimen. Dabei wird die Anschaffung von Gegenständen gefördert, Kosten für eigenes Personal oder Kostenansätze für den Einsatz von ehrenamtlichem Personal sind nicht zuwendungsfähig.
Das Budget für das Jahr 2025 wurde, auch vor dem Hintergrund, dass das Förderprogramm erst imOktober 2025 veröffentlicht wurde, einmalig in das neue Jahr übertragen.
Wie in der Sitzung im Juni mitgeteilt, wurden vom Budget 1.168,10 Euro für Holz und Befestigungsmaterial für Tische und Bänke am Grillplatz der Grillhütte verausgabt. Somit stehen für dieses Jahr noch insgesamt Mittel in Höhe von 1.831,90 Euro zur Verfügung, die bis 31.12.2026 verausgabt werden müssen.
Der Rat hatte sich seinerzeit dafür ausgesprochen, die Mittel vorrangig für die Anschaffung eines Sonnensegels für den Kinderspielplatz in der Ringstraße zu verwenden. Nach einem Ortstermin mit der Verwaltung und einer Preisanfrage hat sich jedoch rausgestellt, dass die Anschaffung die noch vorhandenen Mittel deutlich überschreitet. Daher schlagen Ortsbürgermeisterin Kirstin Höfer und die Beigeordneten vor, die Mittel für die Anschaffung einer Feuerschale für die Grillhütte zu verwenden.
Sofern dann noch Mittel vorhanden sind, soll neues Geschirr bzw. allgemeine Ausstattung für die neue Küche im Untergeschoss des Dorfgemeinschaftshaus angeschafft werden.
Der Ortsgemeinderat stimmte der Vorgehensweise zu.
Mitteilungen
Die Vorsitzende unterrichtete die Anwesenden über folgende Angelegenheiten aus dem Bereich der Verwaltung:
Auf dem Friedhof wurde die Gedenktafel mit den Namen der Männer, die im 1. und 2. Weltkrieg gefallen sind, gestohlen. Die „Tat“ muss vom 24. auf den 25.09. passiert sein.
Die Ortsbürgermeisterin hat Anzeige gestellt, allerdings wurde ihr keinerlei Hoffnung gemacht, dass der Fall aufgeklärt wird. Nun muss überlegt werden, welche Alternativen als Ersatz in Frage kommen und die dadurch anfallenden Kosten ermittelt werden.
Nach dem es immer wieder Beschwerden bzgl. der gefahrenen Geschwindigkeit im Bereich der Ortsdurchfahrt gibt, hat der Beigeordnete Christian Hornickel das Geschwindigkeitsmessgerät ausgewertet und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass sich innerhalb der letzten drei Monate über 96% der abfahrenden Fahrzeuge an die zugelassene Geschwindigkeit gehalten haben. In diesem Zeitraum fuhren 72.000 Fahrzeuge aus dem Ort heraus und 65.000 herein.
Weitere Informationen zur Auswertung können, nach Rücksprache mit Herrn Hornickel, eingesehen werden.
Der „Arbeitskreis Heimatgeschichte Daadener Land e.V.“ hat eine neue Chronik von Nisterberg erarbeitet. Dazu findet am 22.10.2026 ein Treffen statt, um abschließend Korrektur zu lesen. Anschließend soll der Druck erfolgen.
Der Erlös des diesjährigen Dorffestes betrug 372,88 Euro.
Künftige Termine:
| 25.10.2026 | 16:00 Uhr | Kindertheater |
| 15.11.2026 | 14:00 Uhr | Gedenkfeier zum Volkstrauertag |
| 17.11.2026 | 18:30 Uhr | Vorbesprechung zum Nisterbergfest |
| 27.11.2026 | Leechtstonn mit Daadener Heimatverein, Spinnstube und Spinnkreis Daaden | |
| 29.11.2026 | 17:00 Uhr | 1. Advent, Lichterzug mit Kindern im Dorf, abschl. Treffpunkt am Kirchplatz |
| 30.01.2027 | Nisterbergfest |
Im nichtöffentlichen Teil befasste sich der Ortsgemeinderat mit dem 2. Bauabschnitt des Baugebietes „Unter der Bitze“.
