Sitzungsbericht

Aus der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderates vom 24.09.2026


Der Verbandsgemeinderat Daaden-Herdorf trat am Donnerstag, 24. September 2026, im Sitzungssaal des Rathauses Daaden zusammen. Im öffentlichen Teil der Sitzung wurden insbesondere über Themen rund um das Hallenbad Daaden sowie eine neue Kooperation im Bereich der Nachbarschaftshilfe beraten.

Zuwendung für die Löscheinheit Dermbach angenommen

Der Verbandsgemeinderat stimmte der Annahme einer Sachspende des Fördervereins FFW Dermbach e. V. zu. Dabei handelt es sich um einen Gebrauchtwagen, der als Mannschaftstransportfahrzeug für die Verbandsgemeindefeuerwehr Daaden-Herdorf, Löscheinheit Dermbach, genutzt werden soll. Der vorläufige Wert der Zuwendung beträgt 23.500 Euro; weitere Kosten, etwa für Folierung, Reflektoren oder Blaulichtleiste, können derzeit noch nicht beziffert werden. Die Annahme der Zuwendung wurde einstimmig beschlossen.

Hallenbad Daaden: Sanierung liegt im Zeitplan

Ausführlich befasste sich der Rat mit dem aktuellen Stand der Generalsanierung des Hallenbades Daaden. Die baulichen Arbeiten hatten im November des vergangenen Jahres begonnen. Trotz zusätzlicher Arbeiten, insbesondere des Einbaus eines Edelstahlbeckens, liegt die Maßnahme weiterhin insgesamt im vorgesehenen Zeitplan.

Die Arbeiten im Innenbereich sollen bis Mitte Oktober abgeschlossen sein. Anschließend folgen Reinigungsarbeiten, Abnahmen und die Inbetriebnahme der Gebäudetechnik. Die Arbeiten im Außenbereich werden voraussichtlich bis Mitte/Ende November andauern. Vorrang hat dabei der neu gestaltete Eingangsbereich, damit das Hallenbad schnellstmöglich wieder genutzt werden kann. Angestrebt wird eine offizielle Wiedereröffnung Ende November/Anfang Dezember zum 50-jährigen Bestehen des Bades.

Auch die Kostenentwicklung wurde dargestellt. Bei einem ursprünglichen Kostenrahmen von 5,357 Mio. Euro brutto sind derzeit rund 5,541 Mio. Euro gebunden. Das entspricht einer Überschreitung von etwa 184.000 Euro beziehungsweise rund 3,5 Prozent. Gründe sind unter anderem gestiegene Baupreise und zusätzliche Leistungen, die beim Bauen im Bestand nicht vorhersehbar waren.

Darüber hinaus beschloss der Rat, die Komplettsanierung der Sanitär- und Duschräume, die in der Generalsanierung zunächst nicht geplant war, grundsätzlich für das Haushaltsjahr 2027 vorzusehen. Als Ausführungszeitraum kommt die Schließzeit in den Sommermonaten 2027 in Betracht.

Neue Satzung für die Benutzung des Hallenbades

Im Zuge der Modernisierung des Hallenbades wurde auch die bisherige Benutzungsordnung überarbeitet, deren Ursprünge aus dem Jahr 1976 stammen. Die neue Satzung regelt unter anderem Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit im Hallenbad, Rechte und Pflichten der Badegäste, Zutrittsvoraussetzungen, die Nutzung der Einrichtungen, das Verhalten im Badebereich, Garderobenschränke und Wertfächer sowie Haftungsfragen.

Ein Änderungsantrag der Fraktionsgemeinschaft Bündnis 90/Die Grünen/Die Linke zu den Regelungen über zulässige Badekleidung wurde nach Beratung mehrheitlich abgelehnt. Anschließend beschloss der Verbandsgemeinderat auf Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses die neue „Satzung über die Benutzung des Hallenbades der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf“. Sie wird im Volltext gesondert im Mitteilungsblatt erscheinen.

Gebührensatzung für das Hallenbad angepasst

Ebenfalls neu gefasst wurde die Gebührensatzung für das Hallenbad. Hintergrund sind die gestiegenen Aufwendungen für den Betrieb sowie die umfangreiche Sanierung und Modernisierung des Bades. Der Maßstab für die Anpassung der Gebühr für eine Einzelnutzung „Erwachsene” von 4,00 € auf 5,00 € wurde auf alle übrigen Gebührentatbestände angewendet.

Zudem wurde auf Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses ein Feierabendtarif aufgenommen: Bei Nutzungsbeginn innerhalb der letzten Stunde der Badezeit wird die Benutzungsgebühr auf 50 Prozent reduziert. Statt einer pauschalen Reinigungsgebühr sollen künftig die tatsächlich entstandenen Kosten nach Einzelabrechnung erstattet werden. Außerdem wurden auf Vorschlag der CDU-Fraktion einzelne Altersangaben sprachlich präzisiert. Die neue Gebührensatzung wurde anschließend einstimmig beschlossen.

Kooperation mit „Wäller Helfen e. V.“

Der Verbandsgemeinderat stimmte außerdem einer Kooperation mit dem Verein „Wäller Helfen e. V.“ grundsätzlich zu. Ziel ist es, hilfesuchende Menschen sowie ehrenamtlich engagierte Personen über eine bestehende Plattform schneller und präziser in Kontakt zu bringen. Das Angebot soll dabei die Arbeit der GemeindeschwesterPlus ergänzen.

Der Verein übernimmt unter anderem die Aufnahme und Koordination von Hilfsanfragen, die Vermittlung geeigneter Helferinnen und Helfer, die Einbindung neuer Ehrenamtlicher vor Ort sowie die organisatorische Begleitung der Hilfeleistungen. Die Kooperation soll über die Kommunikationskanäle der Verbandsgemeinde bekannt gemacht werden.

Der Bürgermeister wurde ermächtigt, hinsichtlich der Art der Unterstützung eine einmalige oder dauerhafte jährliche Spende oder eine Fördermitgliedschaft vorzusehen. Nach zwei Jahren soll die Zusammenarbeit evaluiert werden. Auch dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Keine Mitteilungen und Einwohnerfragen

Unter dem Tagesordnungspunkt „Mitteilungen“ lagen keine Mitteilungen vor. Schriftliche Einwohnerfragen wurden nicht eingereicht; auch die anwesenden Einwohner stellten keine Fragen.

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung informierte Bürgermeister Stühn über Auftragsvergaben und gab Mitteilungen der Verwaltung bekannt.