Tolle Ergebnisse auch aus der VG Daaden-Herdorf
Da würde selbst Jules Vernes Beifall klatschen. Beim diesjährigen STADTRADELN im Kreis Altenkirchen ist binnen drei Wochen eine Strecke zusammengekommen, die einer dreimaligen Weltumrundung entspricht: sage und schreibe 125.745 Kilometer – ein Plus von 170 Prozent gegenüber der erstmaligen Teilnahme 2025. Und auch die Zahl der Aktiven ist deutlich gestiegen: von 230 auf über 500. Summa summarum wurden mehr als 7000 Fahrten registriert. Kein Wunder also, dass Kreis-Klimaschutzmanager Stefan Glässner als Organisator mehr als zufrieden ist: „Unsere Erwartungen wurden bei Weitem übertroffen. Wir sind begeistert und bedanken uns bei allen Teilnehmenden für dieses großartige Ergebnis.“
Im Wilhelm-Boden-Saal der Kreisverwaltung fand nun die Abschlussveranstaltung und Siegerehrung statt. Dazu begrüßten Glässner und Kreisbeigeordneter Fred Jüngerich Vertreter der erfolgreichsten Teams (insgesamt hatten sich 42 angemeldet) und die fleißigsten Einzel-Radfahrerinnen und -fahrer. Ob Schulen, Unternehmen, Behörden, Ortsgemeinden oder Freundeskreises: Überall hatten sich Menschen zusammengetan, um etwas für sich und die Umwelt zu tun.
Darauf ging auch Jüngerich in seinen einleitenden Worten ein. Immer und überall sei von Nachhaltigkeit die Rede, hierbei gelte aber: „Jeder Einzelne von uns ist gefordert.“ Das STADTRADELN ist für den Kreisbeigeordneten ein „schönes Signal nach außen“ und zugleich ein perfektes Beispiel dafür, wie nachhaltiges Handeln im Alltag umgesetzt werden kann. Dabei zollte er allen Teilnehmenden seinen Respekt, schließlich habe der Kreis Altenkirchen zum einen eine überaus anspruchsvolle Topografie („Wir sind halt nicht in Holland“), zum anderen sei die Infrastruktur für Radfahrer sicher noch ausbaufähig.
Glässner freute sich über die große Altersspanne: Der jüngste „Stadtradler“ war drei, der älteste 86 Jahre. Alle zusammen legten im Schnitt rund 250 Kilometer zurück, 15 erreichten sogar Werte jenseits der 1000 km. Das bedeutet: Das STADTRADELN 2026 fiel im AK-Land nicht nur deutlich größer aus, die Teilnehmenden war auch viel aktiver. Der Klimaschutzmanager bedankte sich in diesem Zusammenhang auch bei den teilnehmenden Verbandsgemeinden sowie den Sponsoren: Wällersport Altenkirchen, Tretmühle Wissen und Zweiradhaus Kämpflein.
Gewinner 2026
In der Teamwertung landete „Critical Mass AK“ auf dem 1. Platz (10.246 km), das sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den „Fiskal Flitzern“ (10.149 km) geliefert hatte. Rang 3 belegte der TuS Horhausen mit 9940 km. Geehrt wurden ebenfalls die „Flotten Rotter“ (bester Kilometer-Durchschnitt) und das Team des Westerwald-Gymnasiums Altenkirchen (aktivste Schule). In der Einzelwertung sieht das Treppchen so aus: 1. Anke Schulte-Schröer („Flotte Rotter“, 1802 km), 2. Armin Schnabel („Fiskal Flitzer“, 1743 km), 3. Uwe Hoffmann (Kreisverwaltung, 1609 km). Gewinner der Auslosung unter allen Fahrern mit mehr als 444 km ist André Kraft (SPD).
Topplatzierten aus der VG Daaden-Herdorf
Aus der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf haben es von zwölf angetretenen Teams drei unter die besten 10 Teams geschafft.
Lange Zeit sah es so aus, als könnte das Team TENNECO das Rennen für sich entscheiden. Am Ende landete das Team bei seiner ersten STADTRADELN-Teilnahme mit tollen 9.221 Kilometern auf dem 4. Platz. Auf Platz 5 folgt das Zweiradhaus Kämpflein. Trotz einer nahezu verdoppelten Kilometerleistung konnte das Team den dritten Platz aus dem vergangenen Jahr diesmal nicht wiederholen, obwohl das Team das Teilnehmerfeld mehrere Tage lang anführte. Auf Platz 7 radelte der SSV Nisterberg mit insgesamt 7.027 Kilometern.
Von 129 aktiven Radelnden aus der VG Daaden-Herdorf durchbrachen ebenfalls drei die 1.000 km Schallmauer: Martin Kessler vom SV Nisterberg radelte 1.409 km und kam damit auf den beeindruckenden 5. Platz in der kreisweiten Einzelwertung, Annette Fügner vom Team TENNECO erreichte 1.302 km und damit einen hervorragenden 7. Platz und Mario Stein, ebenfalls von Team TENNECO platzierte sich mit 1.004 km auf dem 13. Platz in der Einzelwertung.
Auch im nächsten Jahr wird es wieder eine Neuauflage von STADTRADELN geben und damit die Chance für alle Teams die eigenen Rekorde einzustellen und für neue Radler sich im Wettbewerb mit den anderen zu messen.
