Verpflichtung neuer Ratsmitglieder
Zu Beginn der Sitzung wurden zwei neue Ratsmitglieder verpflichtet. Christiane Hensgen rückte für Stefan Strunk für die FWG-Fraktion nach, der auf sein Mandat verzichtet hatte. Dr. Jürgen Weber wurde als Ersatzperson für Peter Bosbach, beide FDP-Fraktion, in den Verbandsgemeinderat berufen. Beide wurden durch Bürgermeister Stühn per Handschlag auf die gewissenhafte Erfüllung ihrer Pflichten verpflichtet.
Zuwendungen und Nachwahlen in Ausschüsse
Der Verbandsgemeinderat stimmte einstimmig der Annahme zweier Zuwendungen zu. Der „Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Löschzug Sassenroth e. V.“ spendete eine Einsatz-Drohne mit Zubehörpaket im Wert von 14.774,34 Euro für die Verbandsgemeindefeuerwehr. Zudem stellte der Verein „Freunde und Förderer der Grundschule Friedewald e. V.“ eine Geldspende in Höhe von 487,50 Euro zur Beteiligung am Kauf von T-Shirts für die Kinder der Grundschule Friedewald bereit.
Aufgrund der Mandatsverzichte von Stefan Strunk und Peter Bosbach waren zudem Nachwahlen zu Ausschüssen erforderlich. Michael Bender wurde als neues Mitglied in den Haupt- und Finanzausschuss gewählt. Thomas Reusch übernimmt die Vertretung von Harald Hees im Bau- und Umweltausschuss, Harry Kempf dessen zweite Vertretung im Werkausschuss. Susanne Heun wurde als neues Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses gewählt.
Gebühren für Obdachlosen- und Asylbewerberunterkünfte werden angepasst
Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die Satzung über die Benutzung der Obdachlosen- und Asylbewerberunterkünfte in der Verbandsgemeinde. Aufgrund der allgemeinen Preisentwicklung sowie einer notwendigen Korrektur bei der Berechnung von Strom- und Heizkostenpauschalen musste die bisherige Satzung überarbeitet werden.
Künftig werden Strom- und Heizkosten nicht mehr gesondert ausgewiesen. Stattdessen wird eine einheitliche Benutzungsgebühr erhoben.
Der Verbandsgemeinderat beschloss auf Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses die entsprechende Änderungssatzung.
Flächennutzungsplan „Im weißen Stück“ in Friedewald beschlossen
Anschließend befasste sich der Rat mit der 7. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich des Bebauungsplanes „Im weißen Stück“ in der Ortsgemeinde Friedewald. Der Rat nahm die eingegangenen landes- und regionalplanerischen sowie naturschutzfachlichen Stellungnahmen zur Kenntnis genommen und beschloss auf Empfehlung des Bau- und Umweltausschusses die Änderung des Flächennutzungsplanes und beauftragte die Verwaltung, das notwendige Zustimmungsverfahren mit den Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde durchzuführen und den Plan anschließend der Kreisverwaltung Altenkirchen zur Genehmigung vorzulegen.
Maßnahmenliste für Fördermittel nach dem LuKIFG und LGRP-Plan (Sondervermögen) vorgestellt
Die Verwaltung informierte über die vorläufige Vorschlagsliste der Maßnahmen aus der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf für das Regionale Umsetzungskonzept zur Verwendung der Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes und des Landes.
Der Anteil der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf am Regionalbudget beträgt rd. 8,2 Mio. Euro. Die Verwaltung hatte eine vorläufige Liste geplanter Investitionsmaßnahmen der Verbandsgemeinde sowie der Ortsgemeinden an die Kreisverwaltung gemeldet.
Vorgesehen sind unter anderem Investitionen in Straßen, Radwege, kommunale Gebäude, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Brücken, Daseinsvorsorge und regionale Wirtschaftsstrukturen. Der Verbandsgemeinderat nahm die Sachlage ohne Einwände zur Kenntnis.
Daadetal-Radweg soll weiter ausgebaut werden
Der Verbandsgemeinderat stellte außerdem die Weichen für den weiteren Ausbau des Daadetal-Radwegs. Der Radweg besteht zwischen Schutzbach und Emmerzhausen aus sechs Teilstücken. Drei Abschnitte (Niederdreisbach bis Biersdorf, Biersdorf bis Daaden und „Steinches Mühle“ bis „Weiße Brücke“) wurden bereits 2025 durch die Verbandsgemeinde ausgebaut, das Teilstück zwischen „Weiße Brücke“ und Emmerzhausen soll als straßenbegleitender Radweg durch den Landesbetrieb Mobilität umgesetzt werden.
Mit den Mitteln des Sondervermögens im Förderbereich Verkehrsinfrastruktur sollen nun die beiden Teilstücke von Schutzbach nach Niederdreisbach sowie von Daaden bis zur „Steinches Mühle“ an der K 109 gebaut werden. Eine aktualisierte Kostenschätzung geht inzwischen von rund 960.000 Euro aus. Darin enthalten sind Vorarbeiten, Baukosten, naturschutzrechtlicher Ausgleich und Baunebenkosten.
Der Rat ermächtigte den Bürgermeister einstimmig, den Förderantrag zu stellen. Bei Vorliegen eines positiven Förderbescheids soll die Verwaltung die Planungs- und Bauleistungen ausschreiben und die Aufträge an die wirtschaftlichsten Anbieter vergeben. Bei erheblichen Kostensteigerungen soll erneut im Verbandsgemeinderat beraten werden.
Mitteilungen: Glasfaserausbau, Digital-Stammtisch und FDP-Fraktionsvorsitz
Unter Mitteilungen verwies Bürgermeister Stühn zunächst auf die Informationen in der Sitzungsvorlage zum laufenden FTTH-Glasfaserausbau. Die Deutsche Glasfaser arbeitet derzeit in Daaden, Derschen, Herdorf und Weitefeld. In Friedewald sind die Arbeiten nahezu abgeschlossen. Der Ausbau in Niederdreisbach soll nach Abschluss der Arbeiten in Weitefeld oder Derschen beginnen.
Die Glasfaser Plus baut in Daaden und Herdorf aus, die Arbeiten in Emmerzhausen sind abgeschlossen, erfreulicherweise wurde dort der zunächst nicht vorgesehene Waldweg doch ausgebaut.
Für Herdorf wurden beschlussgemäß Adresspunkte, die im Rahmen des eigenwirtschaftlichen FTTH-Glasfaserausbaus nicht berücksichtigt werden, im Förderprogramm „Graue Flecken“ für einen Ausbau gemeldet.
Des weiteren informierte Bürgermeister Stühn über den Digital-Stammtisch Westerwald/Sieg zum Thema „Digitale Souveränität im Mittelstand“, der am 18. August 2026 um 18:30 Uhr bei der Thomas GmbH in Herdorf. Interessierte können sich unter dem Link https://digital-ww-sieg.de/events/digitale-souveraenitaet-im-mittelstand-ein-blick-hinter-die-kulissen-bei-thomas-in-herdorf/ anmelden.
Außerdem informierte der Bürgermeister, dass Susanne Heun den Vorsitz der FDP-Fraktion übernommen hat.
Unterrichtung gemäß § 35 Abs. 1 S. 2 GemO über Beschlüsse in der nichtöffentlichen Sitzung
Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung beschloss der Verbandsgemeinderat den Einschluss des Elementarschadenrisikos für verbandsgemeindeeigene Objekte in die bestehenden Versicherungsverträge.
Der Rat beschloss außerdem die Zustimmung zu mehreren Personalentscheidungen des Bürgermeisters (Höhergruppierung und Beförderung von Mitarbeitern).
