Sitzungsbericht

Aus der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderats Mauden vom 26.02.2026

Gemeindehaus wird saniert

Nach der Genehmigung der Niederschrift über die Ratssitzung vom 12.11.2025 befasste sich der Rat mit einer Änderung der Hauptsatzung. Bisher hat die Ortsgemeinde einen Beigeordneten. Um auch in den Fällen handlungsfähig zu sein, in denen Ortsbürgermeister und Beigeordneter nicht anwesend sind, ist es aus Sicht der Verwaltung sinnvoll, einen weiteren Beigeordneten zu wählen. Dies macht jedoch zunächst eine Änderung der Hauptsatzung notwendig, da die derzeitige Fassung des § 3 „Beigeordnete“ lediglich einen Beigeordneten vorsieht. Nach der Bekanntmachung und Inkrafttreten der Satzung kann in der nächsten Sitzung des Ortsgemeinderates dann eine Wahl erfolgen. Der Rat beschloss, dass die Ortsgemeinde in Zukunft bis zu wie Beigeordnete haben kann.

Jahresabschlüsse 2023 – 2023

Ortsbürgermeister Achim Reeh und der Beigeordnete Christian Göbel waren nach der Vorschrift des § 22 der Gemeindeordnung (GemO) von der Beratung und Beschlussfassung auszuschließen und begaben sich in den für die Zuhörer bestimmten Teil des Sitzungsraumes. Den Vorsitz zu diesem Tagesordnungspunkt übernahm Marlies Pfau.

Der Jahresabschluss der Ortsgemeinde Mauden für die Haushaltsjahre 2022 - 2023 ist vor der Feststellung durch den Ortsgemeinderat zu prüfen. Der Ortsgemeinderat hat den Entwurf der Jahresabschlüsse 2022 - 2023 der Ortsgemeinde Mauden am 15.01.2026 entsprechend der Bestimmungen der GemO geprüft. Der Ortsgemeinderat stellte dabei nach stichprobenartiger Überprüfung unter Einschluss der Buchführung fest, dass die Jahresabschlüsse ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ortsgemeinde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung für Gemeinden vermitteln. Die gesetzlichen Vorschriften sowie die sie ergänzenden Satzungen und sonstigen ortsrechtlichen Bestimmungen wurden beachtet.

Der Ortsgemeinderat stellte die geprüften Jahresabschlüsse 2022 - 2023 mit den an dieser Stelle bereits veröffentlichten Zahlen fest. Gleichzeitig wurde einstimmig beschlossen, dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde, dem Ortsbürgermeister, den Beigeordneten und dem Beigeordneten der Ortsgemeinde, soweit sie vertreten haben, Entlastung zu erteilen.

Geplante Investitonsmaßnahme „Sanierung Gemeindehaus“

Im Rahmen der Fortschreibung des Dorferneuerungskonzeptes der Ortsgemeinde Mauden sind als bauliche Maßnahmen die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses mit Glockenturm sowie die Sanierung des Backes vorgesehen. Der derzeitige Zeitplan stellt sich wie folgt dar: Für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses ist die Beantragung von Fördermitteln im Jahr 2026 vorgesehen. Die Umsetzung der Maßnahme soll im Jahr 2027 erfolgen. Für die Sanierung des Backes ist eine Antragstellung im Jahr 2027 mit anschließender Umsetzung im Jahr 2028 geplant.

In der vergangenen Sitzung des Ortsgemeinderates wurden bereits folgende Maßnahmen im Rahmen der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses beschlossen:

- Herstellung eines barrierefreien Zugangs zum Gebäude

- Errichtung eines Behinderten-WCs

- Umnutzung des ehem. Aufbahrungsraumes

- Grundrissoptimierung

- Sanierung des Glockenturms

- Dämmung des Daches

- Herrichtung eines Abstellraumes auf dem Dachboden

- Herrichtung eines Archivs auf dem Dachboden

- Anschaffung eines Pelletofens

- neuer Innenanstrich / Putz

- Überholungsanstrich Fassade

- Austausch der Fenster

- (teilweise) neuer Bodenbelag

- neue Innentüren

- neue Schalter und Steckdosen

- neue Beleuchtung

- Erneuerung Stützmauern hinter dem Gebäude & entlang der Zuwegung

Zur weiteren Konkretisierung der Maßnahmen und zur Vorbereitung einer belastbaren Kostenschätzung übersandte die Verwaltung im Nachgang der Sitzung einen Fragenkatalog an den Ortsbürgermeister mit der Bitte, die einzelnen Punkte im Rat näher zu erörtern und zu spezifizieren.

Am 20.01.2026 fand hierzu ein Abstimmungstermin mit den Ratsmitgliedern, dem Ortsbürgermeister sowie der Sachbearbeiterin der Verwaltung statt. Ziel des Termins war es, die einzelnen Maßnahmen im Detail zu beraten und eine Entscheidungsgrundlage für die heutige Sitzung zu erarbeiten. Dabei wurden folgende Festlegungen getroffen:

  • Die Decke im Mehrzweckraum (MZR) bleibt erhalten; die Beleuchtung wird auf LED-Technik umgestellt.
  • Sämtliche Räume werden neu verputzt und mit einem Glattputz mit minimaler Körnung versehen.
  • Die Bodenfliesen im MZR bleiben erhalten; in allen übrigen Räumen erfolgt eine Neuverfliesung.
  • Die Fenster erhalten wieder eine Sprosseneinteilung; Ausführung innen und außen in weiß.
  • Die Mauern rund um das Dorfgemeinschaftshaus werden erneuert. Die Mauer hinter dem Gebäude wird durch eine Winkelsteinmauer ersetzt. Die Mauer entlang der Zuwegung wird unter Verwendung von Findlingen neu angelegt.
  • Die Zuwegung hinter dem Gebäude zum Dachgeschoss wird gepflastert; die lichte Breite soll ca. 1,20 m betragen.
  • Sämtliche Innentürblätter werden durch weiße Türblätter ersetzt. Bestehende Stahlzargen bleiben, sofern technisch möglich, erhalten und erhalten einen Überholungsanstrich. Neue Türen werden ebenfalls mit Stahlzargen ausgeführt.
  • Die Türöffnung zum Mehrzweckraum wird auf eine Breite von 1,00 m erweitert.
  • Für den geplanten Anbau wird Variante 1 der Küchenausführung umgesetzt. Jedoch soll die Fensterbrüstung als Durchreiche erhalten bleiben, welche bei Bedarf mit einer Schiebetür verschlossen werden kann. (nichtöffentliche Anlage)
  • Die neue Küche wird ohne Herd, Backofen und Mikrowelle ausgestattet. Vorgesehen sind eine haushaltsübliche Spülmaschine sowie ein hoher Getränkekühlschrank.
  • Die neu zu errichtenden Trockenbauwände sowie die Dachverkleidung des Archivs werden mit OSB-Platten beplankt. Das Dach wird gedämmt; die Entscheidung über die Ausführung (Zwischensparrendämmung oder Einblasdämmung) steht noch aus.
  • Im Dachgeschoss wird kein zusätzlicher Bodenbelag eingebracht.
  • Zur Beheizung des Gebäudes wird ein Pelletofen installiert. In Küche und WC werden ergänzend Elektroheizungen vorgesehen.

 

Für die Restaurierung und gestalterische Ausführung des Fachwerkturmes wurde durch Sachbearbeiterin Birthe Thomas (Verbandsgemeindeverwaltung Daaden-Herdorf) ein Ortstermin mit Herrn Pascal Sahm, geprüfter Fachwerkrestaurator der Firma Ewald Sahm aus Burbach vereinbart. Hierzu wurden ebenfalls der Ortsbürgermeister sowie die Ratsmitglieder eingeladen. Birthe Thomas berichtete über den Ortstermin. Ziel war es, die Möglichkeiten der Fachwerksanierung, die künftige Instandhaltung sowie die zu erwartenden Kosten zu erläutern. Das Ergebnis des Termins wird ergänzend in die Beratungen einfließen bzw. durch den nachstehenden Beschluss zum weiteren Vorgehen mit dem Turm konkretisiert. Eine Kostenschätzung dazu wird noch erstellt.

Nach ausführlicher Beratung beschloss der Ortsgemeinderat einstimmig, die im Rahmen des Abstimmungstermins vom 20.01.2026 festgelegten Punkte in das Sanierungskonzept aufzunehmen und diese bei der weiteren Planung und Umsetzung zu berücksichtigen. Der Ortsgemeinderat beauftragte außerdem die Verwaltung, eine Kostenschätzung für die Gesamtmaßnahme zu erstellen und diese dem Rat in der nächsten Sitzung zur Beratung und Beschlussfassung vorzulegen.